mit einem Börsenwert von 5,4 Billionen Dollar ist Nvidia an der Spitze der Tech-Welt angekommen. Das Unternehmen hält eine monopolartige Schlüsselstellung bei KI-Chips inne und übertrifft damit sogar die Marktkapitalisierung mehrerer US-Großbanken zusammen. Darüber hinaus hat CEO Jason Huang ein weitreichendes Netzwerk aus Tech-Riesen, Start-ups und Wall-Street-Investoren geknüpft, das Nvidia den Ruf eingebracht hat, wie eine „Weltbank für KI“ zu agieren.
Diese starke Verflechtung bringt jedoch auch kritische Stimmen hervor, da Nvidia gleichzeitig als Chiphersteller und wichtiger Finanzier des eigenen Absatzmarktes auftritt. Experten wie Mohamed El-Erian warnen vor einer systemrelevanten Doppelrolle und sehen das Unternehmen als „too big to fail“ an. Damit erinnert die Situation an die großen Banken nach der Finanzkrise 2008, die aufgrund ihrer Vernetzung streng reguliert und auf den Ernstfall vorbereitet werden mussten.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat in einem Gespräch mit Unicredit-Chef Andrea Orcel die Bedingungen der Bundesregierung für eine mögliche Übernahme der Commerzbank bekräftigt. Dabei betonte er, dass die Verhandlungen verantwortungsbewusst geführt werden müssen und die wichtige Rolle der Bank für die Finanzierung der deutschen Wirtschaft gesichert bleiben muss.
Der Bund fordert insbesondere, dass betriebsbedingte Kündigungen beim erwarteten Stellenabbau vermieden werden und über 40.000 Mitarbeiter geschützt bleiben. Zudem wird erwartet, dass die Commerzbank als börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt erhalten bleibt und ihr starkes Mittelstandsgeschäft national sowie international fortsetzt.
Der Rohölpreis für Brent ist am Montag um über vier Prozent auf fast 110 US-Dollar pro Barrel gestiegen, nachdem Drohnenangriffe der Huthi-Rebellen am Freitag zur Abschaltung der saudischen East-West-Pipeline geführt hatten. Damit droht der Ausfall eines zentralen Transportwegs, über den Saudi-Arabien zuletzt täglich rund vier Millionen Barrel Öl an das Rote Meer umleitete – eine Menge, die etwa vier Prozent der weltweiten Nachfrage entspricht.
Während der Markt bislang offenbar auf eine rasche Reparatur setzt, gehen Insider laut Berichten von einer wochenlangen Instandsetzung aus, was Analysten angesichts der anhaltenden Nahost-Eskalation bereits zu Prognosen von bis zu 120 US-Dollar pro Barrel veranlasst hat. Sollten sich die Befürchtungen bestätigen, könnte der Ausfall dieses wichtigen Ventils die globalen Energiepreise in den kommenden Wochen massiv nach oben treiben.
Die Volks- und Raiffeisenbanken verschärfen den Konkurrenzkampf im Wertpapiergeschäft und führen ab Oktober ein günstigeres Depot über ihre Banking-App ein. Das geht aus einem Schreiben an die Vorstände der mehr als 600 Genossenschaftsbanken hervor, das dem Handelsblatt vorliegt. Das Gremium des Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) hatte den entsprechenden Beschluss Ende der vergangenen Woche gefasst, um das Modell „Mein Depot neo“ mit wettbewerbsfähigen Preisen auszubauen.
Mit diesem Schritt reagieren die Genossenschaftsbanken auf den wachsenden Druck durch Neobroker und Onlinebanken, die den Markt dominieren. Das geplante Angebot soll künftig auch den Handel mit Aktien, ETFs und Kryptowährungen umfassen. In dem Schreiben wird eingeräumt, dass die genossenschaftliche Finanzgruppe in diesem Bereich zuletzt an Relevanz verloren hat, weshalb der Ausbau nun zügig vorangetrieben werden soll.
Welche Dividendenprognosen im Dax am stärksten steigen
Die 40 Dax-Konzerne steuern im laufenden Jahr auf neue Rekordergebnisse zu: Im ersten Halbjahr kletterten die Nettogewinne im Jahresvergleich um 13,5 Prozent auf 68,3 Milliarden Euro. Davon profitieren vor allem die Aktionäre, da zahlreiche Unternehmen ihre Ausschüttungen erhöhen. Bei mehreren Dax-Konzernen wurden die Prognosen für die nächste Dividende deutlich nach oben korrigiert – angeführt von der Commerzbank, bei der Analystenschätzungen um mehr als 20 Prozent gestiegen sind.
Getrieben von starken Ergebnissen im Wertpapiergeschäft und höheren Einnahmen bei Anleiheemissionen verzeichnet die Commerzbank starke Finanzdaten. Nach einem Nettogewinn von 1,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr liegt die aktuelle Konsensschätzung für die kommende Dividende bei 1,59 Euro je Aktie, nach 1,10 Euro im Frühjahr. Mehrere Analysehäuser haben infolge dieser Entwicklung ihre Kursziele für das drittgrößte deutsche Finanzinstitut erhöht.
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Was heute für Anleger wichtig ist
Märkte in Asien: Spannungen im Nahen Osten und ein steigender Ölpreis haben die Börsen belastet. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab leicht nach. Die Börse in Tokio legte hingegen 0,9 Prozent zu, während die Börse in Shanghai leicht gewann.
Konjunktur in China: Am frühen Morgen deutscher Zeit berichtet das nationale Statistikbüro, wie sich die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion im August entwickelt haben. Ökonomen erwarten einen leichten Anstieg. Investoren dürften vor allem auf den Binnenkonsum schauen, der zuletzt schwächelte. Überraschend gute Zahlen könnten die Märkte entsprechend bewegen.
ZEW-Umfrage: Um 11 Uhr veröffentlicht das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) das Ergebnis seiner September-Umfrage unter den deutschen Finanzanalysten. Befragt wurden diese nach ihrer Einschätzung der aktuellen Lage und des Ausblicks. Erwartet wird jeweils eine leichte Verbesserung.
US-Arbeitsmarkt: Um 14.15 Uhr deutscher Zeit kommen frischen Daten zum US-Arbeitsmarkt. Die Zahlen des Personaldienstleisters ADP zeigen, wie sich im privaten Sektor die Anzahl der Beschäftigten über einen Zeitraum von vier Wochen entwickelt hat. Für die US-Notenbank Fed ist der Arbeitsmarkt neben der Inflationsrate eine wichtige Steuerungsgröße in der Geldpolitik.
Empire-State-Index: Um 14.30 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht die regionale US-Notenbank von New York ihren NY-Empire-State-Herstellungsindex für September. Dieser zeigt die Geschäftsbedingungen der Produzenten in New York an. Der Index gibt als einer der ersten monatlichen Berichte Einblicke in die Lage der Industrie.
Prozent und mehr betrug die Rendite der marktbestimmenden zehnjährigen US-Staatsanleihe am Montag zwischenzeitlich. Es ist erst das zweite Mal seit der Finanzkrise 2007, dass die Benchmark-Papiere dieses Niveau erreichen. Zuletzt war dies an einem Tag im Oktober 2023 der Fall.
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Eine aktuelle Analyse von Marsh, Thomas Tomkos und der Universität Göttingen zeigt ein kritisches Bild der deutschen Aufsichtsräte: Während sie in klassischer Unternehmensführung und Risikomanagement hochkarätig besetzt sind, mangelt es ihnen massiv an Zukunfts- und Technologiekompetenzen
wie Künstlicher Intelligenz und Cybersecurity. Laut Marsh-Partner Lukas Berger klafft die Schere dabei in zweifacher Hinsicht auseinander – neben dem generellen Know-how-Defizit bei Zukunftsthemen weichen auch die offiziellen Angaben in den Geschäftsberichten vielerorts deutlich von den tatsächlichen Profilen in den Lebensläufen ab.
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