mit der ersten Leitzinserhöhung seit mehr als drei Jahren hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) signalisiert, dass sie die Inflationsentwicklung in den USA ernst nimmt und der schleichenden Geldentwertung entschlossen entgegentreten will. Das scheint auch nötig zu sein, wie eine parallel zum Zinsentscheid veröffentlichte Befragung der Zentralbanker zeigt.
Aus den vierteljährlich veröffentlichten sogenannten „Dot Plots“ geht hervor, dass die Fed-Mitglieder erst für das Jahr 2029 damit rechnen, dass die jährliche Inflationsrate wieder auf dem Zielwert der Notenbank von zwei Prozent liegen wird. Dieses Niveau soll gleichzeitig Wirtschaftswachstum und Preisstabilität gewährleisten.
Mittlerweile liegt die Inflationsrate seit gut fünf Jahren über der Zielmarke. Im August lag die Teuerung auf Jahressicht bei 3,4 Prozent. Die für die Fed besonders relevante Kerninflation, die volatilere Preise für Energie und Lebensmittel ausklammert, betrug indes 2,4 Prozent.
Die Fed hatte den Leitzins um 0,25 Prozenzpunte auf eine Spanne von 3,75 bis 4 Prozent erhöht. Die Abstimmung in der Fed über eine Zinserhöhung fiel einstimmig aus. „Dies signalisiert, dass die Zinswende auf breiteren Beinen steht als allgemein erwartet, und macht dadurch weitere Zinserhöhungen wahrscheinlicher“, sagte Commerzbank-Analyst Pfister.
Christian Schumacher: Rückkehr zu Berenberg (Foto: Hansainvest)
Berenberg Bank mit unkoventioneller Lösung
Christian Schumacher kehrt zum Hamburger Bankhaus Berenberg zurück und soll dort ab sofort Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung für den Bereich Marktfolge werden, zuständig für Risiko und Finanzen. Mitte 2027 soll der 46-Jährige dann zum Geschäftsleiter berufen werden – vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien und der Finanzaufsicht Bafin.
Schumacher arbeitet erst einmal „zeitanteilig“ für Berenberg und soll weiterhin als Geschäftsführer für die Hamburger Kapitalverwaltungsgesellschaft Hansainvest tätig sein. „Er ist während einer Übergangsphase bei beiden Unternehmen angestellt“, heißt es in einer Berenberg-Mitteilung. Seine Anstellung dort werde voraussichtlich im Mai 2027 vollständig enden. Schumacher war nach elfjähriger Tätigkeit bei Berenberg im Oktober 2025 zunächst als Generalbevollmächtigter und später als Geschäftsführer zu Hansainvest gewechselt.
Im September hat die Europäische Zentralbank (EZB) den für Spar- und Kreditzinsen maßgeblichen Einlagensatz auf 2,5 Prozent angehoben. In den kommenden Monaten könnte der Leitzins Markterwartungen zufolge weiter steigen. Das macht Zinsanlagen für Investoren attraktiver.
Neben Tagesgeldkonten kommen auch Geldmarkt-ETFs infrage. Die Produkte sind bei Profianlegern beliebt: Ein geldmarktnaher ETF des Anbieters Amundi gehörte Ende Juni zu den am weitesten verbreiteten passiven Investments unabhängiger Vermögensverwalter in Deutschland. Das zeigt eine Auswertung des Instituts für Vermögensaufbau (IVA) und der Datenplattform Qplix. Geldmarkt-ETFs eignen sich Experten zufolge vor allem für zwei Gruppen von Privatanlegern.
Dunkle Wolken über einer Baustelle in Augsburg (Foto: imago images/alimdi)
Skeptischer Blick auf die kommenden Monate
Trotz der zuletzt stark gestiegenen Finanzierungskosten hat sich die Stimmung in der Immobilienbranche leicht gebessert. Die aktuelle Befragung zum ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex (ISI) des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, zeigt nach dem deutlichen Einbruch im Vorquartal eine leichte Erholung.
Die Erholung müsse vor dem Hintergrund der starken Rückgänge in den Vorquartalen aber als mäßig angesehen werden und deute eher auf eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau hin als auf eine nachhaltige Trendwende, halten die Autoren fest. Hinzu kommt, dass die Studie den allerletzten Anstieg der Bauzinsen nicht mehr erfasst hat.
Der S&P 500 ist seit Jahresanfang um etwa zehn Prozent gestiegen. Sollte der US-Leitindex die Gewinne verteidigen oder gar ausbauen, wäre es Ende Dezember das vierte Kalenderjahr in Folge mit einem zweistelligen Wertzuwachs.
Nicht alle Analystinnen und Analysten sind allerdings zuversichtlich, dass es auch so kommt. Die Prognosen zweier bekannter Stimmen an der Wall Street fielen in dieser Woche ernüchternd aus – laut einer Vorhersage könnte der S&P 500 bis Jahresende sogar Verluste verzeichnen.
Der Kapitalmarktexperte Ed Yardeni, einer der größten Optimisten der Wall Street, hat am Wochenende sein Kursziel für den S&P 500 zum Jahresende von 8400 auf 7900 Punkte gesenkt. Laut Savita Subramanian von der Bank of America (BofA) könnte der S&P 500 das Jahr sogar unter dem aktuellen Niveau beenden.
Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS könnte seinen für Herbst geplanten Börsengang erneut verschieben. Nach der Absage im Sommer steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschlands größtes Börsendebüt des Jahres nicht mehr in diesem Jahr stattfindet.
Mit der Angelegenheit vertraute Personen verwiesen auf das schwache Marktumfeld für Rüstungsaktien in Europa. Am Donnerstag notierte Rheinmetall bei 1008 Euro – ein Verlust von rund 30 Prozent im Vergleich zum Jahresbeginn.
Die Eigentümerfamilie sei zwar für die Börse bereit, habe aber laut Insidern keine Eile. Die Entscheidung, ob ein Börsengang stattfinde, würde Ende September oder Anfang Oktober fallen. Die Bewertung müsse bei über 15 Milliarden liegen, damit der Börsengang für die Familie Wert schaffe. „Bei dem aktuellen Kurs von Rheinmetall geht gar nichts“, sagte ein Insider.
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Was heute für Anleger wichtig ist
Märkte Asien: In Tokio legte der Nikkei-Index 0,8 Prozent auf 64.662 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix notierte 0,4 Prozent niedriger bei 4076 Zählern. In China gewann die Börse Shanghai 0,8 Prozent auf 3905 Punkte. Der CSI-300-Index stieg um 0,6 Prozent auf 4485 Punkte.
Deutsche Konjunktur: Für Deutschland veröffentlicht das Statistische Bundesamt die Erzeugerpreisindizes für die gewerbliche Produktion im August und für Dienstleistungen im zweiten Quartal. Zudem werden Juli-Daten zu den Baugenehmigungen und zum Umsatz im Gastgewerbe erwartet.
Zinsentscheid Japan: Die Bank of Japan hat ihren Leitzins wie zuvor erwartet von eins auf 1,25 Prozent angehoben, da die Notenbank auf die hartnäckige Inflation und die anhaltende Yen-Schwäche reagieren musste. Es ist der höchste Stand seit 31 Jahren.
US-Konjunktur: Aus den USA werden Daten zur Industrieproduktion im August erwartet. Das Volumen der Produktion dürfte leicht zugenommen haben. Auch die Kapazitätsauslastung dürfte etwas gestiegen sein.
Bauleistung Euro-Zone: Für die Euro-Zone veröffentlicht Eurostat Daten zur Leistung der Bauwirtschaft im privaten und öffentlichen Bereich. Zuletzt war diese zurückgegangen.
Britischer Einzelhandel: Aus Großbritannien kommen Daten zu den Einzelhandelsumsätzen im August.
Millionen Dollar Lösegeld in der Kryptowährung Monero fordern Hacker von der britischen Digitalbank Revolut für gestohlene Kundendaten. „Sonst werden alle Daten verkauft“, heißt es auf einer Webseite, die das Handelsblatt einsehen konnte.
Die besten wertgesicherten Fonds, sortiert nach Performance drei Jahre. Datum: 18.09.2026
Fondsname / ISIN
Deka Lux DekaStruk.4Wachs.
LU0185900775
Performance
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EUR
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30,48
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EUR
Intl Fund 1822 Str.Wachstum
LU0151487302
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29,78
61,26
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Fondsname / ISIN
Deka Verm. DBA ausgewogen
DE000DK2CFR7
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29,62
142,47
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Deka Lux Köln Str.Wachstum
LU0101437217
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28,83
47,48
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Die Auswahl der Fonds erfolgt durch den Infront Funds Service.
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