In der Klageschrift wird geltend gemacht, die investierten Mittel seien entgegen den Erwartungen nicht in besicherte Anlagen geflossen. Stattdessen seien sie über eine komplexe Verbriefungsstruktur in einen hochriskanten Mezzanine-Kreditfonds investiert worden. Die Kläger sehen sich nach eigenen Angaben vorsätzlich über die Risiken der Anlage getäuscht.
Der Fall könnte größere Bedeutung für das Gesundheitswesen erlangen. Gesetzliche Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen dürfen Beitragsgelder grundsätzlich nur mit geringem Risiko anlegen. Das Landgericht Frankfurt muss nun prüfen, ob die Vorwürfe der Täuschung begründet sind oder die Kläger die Risiken der Investition selbst zu verantworten haben.
Elon Musk: SpaceX büßt aktuell das Anlegervertrauen ein. (Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa-tmn)
Fünf Gründe für eine SpaceX-Börsenkrise
Die Talfahrt der SpaceX-Aktie hat sich zum Wochenauftakt fortgesetzt. Das Papier verlor am Montag 16 Prozent und fiel auf 154,60 Dollar, den niedrigsten Stand seit dem Börsengang. Zum Handelsstart am Dienstag schwankte die Aktie zwischen Gewinnen und Verlusten. Auch andere Technologiewerte gerieten unter Druck.
Innerhalb von drei Handelstagen summierte sich das Minus der SpaceX-Aktie auf 23 Prozent. Marktstratege Michael O’Rourke vom Brokerhaus Jones Trading sagte dem Finanzdienst Bloomberg, die Verkäufer hätten derzeit die Kontrolle über den Markt übernommen. Trotz der Kursverluste liegt die Marktkapitalisierung des Unternehmens noch bei etwas mehr als zwei Billionen Dollar. Der Börsenwert verringerte sich allerdings um mehr als 600 Milliarden Dollar.
Damit können voraussichtlich noch im Juli die Schlussverhandlungen zwischen EU-Parlament, EU-Kommission und den Mitgliedstaaten beginnen. Ziel ist eine Einigung auf die rechtlichen Grundlagen für den digitalen Euro und die künftige Rolle von Bargeld. Die Europäische Zentralbank drängt auf eine Verabschiedung des Gesetzespakets bis Ende des Jahres und plant die Einführung der digitalen Währung für 2029.
Investoren erleben „kalte Dusche“ an den weltweiten Börsen
Nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Wochen gerieten die internationalen Aktienmärkte eine spürbare Korrektur. Besonders unter Druck gerieten Chipwerte. In den USA verlor der technologielastige Nasdaq mehr als zwei Prozent, während der S&P 500 um 1,4 Prozent nachgab. Der Dow Jones schloss nahezu unverändert.
Zu den größten Verlierern zählten Halbleiterhersteller. Die Aktien von Micron brachen um 13 Prozent ein, auch AMD, Intel und Qualcomm verzeichneten deutliche Kursverluste. In Europa gaben die Chipkonzerne ASML und Infineon jeweils rund sechs Prozent nach. Der Dax schloss etwa ein Prozent tiefer bei 24.894 Punkten.
Außerbörsliche Anlagen werden zunehmend auch für Privatanleger geöffnet. Vermögensverwalter, Banken und Broker bauen ihre Angebote in sogenannten Privatmärkten wie Private Equity, privaten Krediten oder Infrastrukturinvestitionen aus und werben dabei mit höheren Renditechancen.
Einer Umfrage des US-Fondsanbieters State Street zufolge bieten bereits 84 Prozent der befragten Finanzunternehmen und institutionellen Investoren entsprechende Produkte für Privatanleger an oder planen eine Ausweitung ihres Engagements. Nur sieben Prozent wollen ihre Aktivitäten in diesem Bereich reduzieren. Nach Einschätzung von State Street bleibt die Nachfrage hoch, die Öffnung der Privatmärkte für eine breitere Anlegerbasis verändert jedoch die Branche grundlegend.
Anleger richten ihren Blick im Zuge des KI-Booms zunehmend auf Schwellenländer. Experten verweisen darauf, dass wichtige Teile der Wertschöpfungskette für Künstliche Intelligenz – darunter die Produktion von Hochleistungschips und Speichertechnologie – vor allem in Taiwan, Südkorea und China angesiedelt sind.
Nach Einschätzung von Vermögensverwaltern gewinnen Schwellenländer damit als Technologiestandorte an Bedeutung. Zudem gelten viele Aktien aus den Emerging Markets im Vergleich zum US-Markt als günstiger bewertet. Während Unternehmen im US-Leitindex S&P 500 mit dem rund 22-Fachen der erwarteten Jahresgewinne bewertet werden, liegt das Verhältnis im MSCI Emerging Markets bei etwa 13.
Handelsblatt Invest ist derPodcast für professionelle Investoren und ambitionierte Privatanleger. Astrid Dörner, Handelsblatt-Chefreporterin für Geldanlage und Märkte, spricht jede Woche mit internationalen Experten über die wichtigsten Trends an den Kapitalmärkten.
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Was heute für Anleger wichtig ist
Märkte in Asien: Ein Ausverkauf bei Technologiewerten an der Wall Street hat die Börsen belastet und die Volatilität erhöht. Der Nikkei-Index in Tokio gab ein Prozent auf 69.036 Punkte und der Topix 0,8 Prozent nach. Die Börse in Shanghai verlor ebenfalls 0,4 Prozent. Der südkoreanische Kospi-Index erholte sich hingegen und legte 2,2 Prozent zu, nachdem er am Vortag den stärksten Tagesverlust seit März erlitten hatte.
Ifo-Geschäftsklima: Der Ifo-Geschäftsklimaindex dürfte Experten zufolge von 84,9 Punkten im Mai leicht gestiegen sein. Der wichtigste Frühindikator für die deutsche Konjunktur basiert auf monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes und des Groß- und des Einzelhandels. Die rund 7000 Firmen beurteilen ihre gegenwärtige Geschäftslage und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate.
Micron-Zahlen: Die Bewertung des US-Chipkonzerns hat sich seit Ende März mehr als verdreifacht: Die Aktie erreichte diese Woche ein Rekordhoch von mehr als 1200 Dollar. Vor dem Hintergrund dieser Rally legt Micron nun Quartalszahlen vor. Aus dem Tech-Bereich lädt zudem Nvidia zur Hauptversammlung und Qualcomm zum Investorentag.
Qiagen: Der Dax-Konzern aus den Niederlanden will auf der Hauptversammlung die Zustimmung für ein Aktienrückkaufprogramm über 200 Millionen Dollar einholen. Die Dividende soll von 0,25 auf 0,35 Dollar je Aktie steigen. 2025 hatte der Diagnostikkonzern Qiagen erstmals seit dem Börsengang vor 30 Jahren eine Dividende gezahlt.
US-Immobilienmarkt: Der neue US-Notenbankchef Kevin Warsh wies beim Zinsentscheid auf Probleme am Immobilienmarkt hin. Die Verkaufszahlen von Neubauten in den USA dürften Hinweise geben zum Zinskurs: Fallen sie schlecht aus, spricht das gegen höhere Zinsen.
vollendete Geldautomatensprengungen und Versuche verzeichneten die Landeskriminaltämter im vergangenen Jahr. Das sind weniger als halb so viele wie im Vorjahr.
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