am Freitag will SpaceX (Space Exploration Technologies Corporation), das private US-amerikanische Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, an die Börse gehen. Peter Singlehurst zählt zu den frühen Investoren von SpaceX. Der Leiter der Privatmarkt-Investments beim britischen Vermögensverwalter Baillie Gifford stieg schon 2018 in das US-Raumfahrtunternehmen ein – zu einem Zeitpunkt, als es noch mit 30 Milliarden Dollar bewertet wurde.
Nun strebt SpaceX mit einer Bewertung von rund 1,8 Billionen Dollar an die Börse. Singlehurst gehört mit seinem auf verschiedene Fonds verteilten Investment zu den großen Gewinnern. „Ich halte es für ein wirklich außergewöhnliches Unternehmen", sagt er im Handelsblatt-Gespräch. Andere Marktteilnehmer sehen das kritischer.
Sie verweisen auf die erheblichen Verluste, die SpaceX gegenwärtig schreibt. Angesichts des enormen Kapitalbedarfs – etwa um Elon Musks Vision von Rechenzentren im Weltall auf ihre Machbarkeit zu testen – könnten diese sogar noch zunehmen.
Die Investmentbanken, die SpaceX derzeit bei Kapitalgebern platzieren, arbeiten mit Prognosen, die ungewöhnlich weit in die Zukunft reichen. Um die hohe Bewertung zu stützen, sieht Morgan Stanley beispielsweise laut „Wall Street Journal" den SpaceX-Umsatz 2040 bei 3,4 Billionen Dollar. Das Ebitda soll zu diesem Zeitpunkt über 2,7 Billionen Dollar betragen.
Es war ein Deal, der bundesweit Aufmerksamkeit erregte: Zu Jahresbeginn kündigte Blackstone, das weltgrößte Private-Equity-Haus, Investitionen von bis zu vier Milliarden Euro in ein Rechenzentrum in Nordrhein-Westfalen an.
Im Handelsblatt-Interview erläutert Jonathan Gray, Chief Operating Officer und Nummer zwei beim US-Vermögensverwalter, warum Blackstone sein Deutschland-Engagement gerne ausbauen würde, warum manchen Wettbewerbern das Kapital ausgehen könnte – und was hinter der Kooperation mit dem KI-Entwickler Anthropic steckt.
Seit Ausbruch des Irankriegs haben Analysten ihre Kursziele bei acht von 40 Dax-Konzernen um jeweils zehn Prozent oder mehr angehoben. Unter normalen Umständen würden so deutliche Aufwärtsrevisionen die Aktienkurse unmittelbar nach oben treiben. Diesmal verhält es sich jedoch anders.
Lediglich in drei Fällen zogen auch die Kurse entsprechend mit: beim Chemiehändler Brenntag, beim Logistiker DHL und beim Chipkonzern Infineon. Bei diesen Unternehmen haben die Märkte die optimistischeren Analystenprojektionen also bereits vollständig eingepreist. Bei den übrigen fünf Konzernen klafft jedoch noch eine spürbare Lücke zwischen den angehobenen Kurszielen und den aktuellen Notierungen.
Investoren und Analysten stellen sich auf steigende Zinsen in den USA ein. Diese Erwartung spiegelt sich sowohl an den Anleihemärkten als auch in revidierten Prognosen von Ökonomen zum Zinskurs der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wider.
Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen kletterte diese Woche auf knapp 4,2 Prozent – den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr. Die aktuelle Leitzinsspanne der Fed liegt mit 3,5 bis 3,75 Prozent deutlich darunter.
Als Hauptauslöser für den Renditeanstieg bei kurzlaufenden Staatsanleihen gilt der US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag. Er wies ein unerwartet kräftiges Stellenwachstum aus. Die Arbeitslosenquote verharrte auf dem niedrigen Niveau von 4,3 Prozent. Fachleuten zufolge dürfte dies den Notenbankern kaum Spielraum für Zinssenkungen lassen.
Zurich zeigt Alternative zu verpflichtender Betriebsrente auf
Die gesetzliche Rente wird für viele Beschäftigte künftig nicht mehr ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu sichern. Politik und Sozialpartner dringen daher darauf, dass mehr Arbeitnehmer eine Betriebsrente aufbauen – teils über verpflichtende Modelle. Der Versicherer Zurich bringt nun einen eigenen Vorschlag in die Debatte ein.
Statt einer Pflicht-Betriebsrente plädiert der Konzern für ein dreistufiges Anreizsystem: Unternehmen, die zügig ein Betriebsrentensystem einführen, erhalten einen Bonus. Daran schließt sich eine neutrale Phase an, in der weder Vor- noch Nachteile entstehen.
Wer hingegen bis zu einem bestimmten Stichtag keine Betriebsrente anbietet, muss mit einem Malus rechnen – etwa in Form eines Aufschlags auf die Sozialabgaben. Dies geht aus einem Positionspapier der Zurich Gruppe Deutschland hervor, das dem Handelsblatt vorab vorliegt.
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Was heute für Anleger wichtig ist
Märkte in Asien: Die Eskalation der Spannungen im Nahen Osten hat die Börsen belastet. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Werte außerhalb Japans verlor 0,6 Prozent. In Südkorea rutschte der Kospi um zwei Prozent ab. Der japanische Nikkei-Index gab 0,9 Prozent nach.
Chinas Inflation: Heute werden neue Zahlen zur Entwicklung der Konsumentenpreise in China veröffentlicht. Die weltweit gestiegenen Energiepreise hatten die Verbraucherpreise im April unerwartet stark steigen lassen. Für Mai erwarteten Ökonomen zuletzt einen Anstieg um 1,3 Prozent.
US-Inflation: Die US-Statistikbehörde Bureau of Labor Statistics legt am Nachmittag ebenfalls neue Inflationsdaten vor. Im April waren die Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten im Jahresvergleich um 3,8 Prozent gestiegen – der höchste Wert seit Mai 2023.
Oracle-Zahlen: Der von Larry Ellison gegründete IT-Konzern Oracle legt am Abend Ergebnisse für das vierte Quartal vor. Investoren dürften vor allem auf die Entwicklung des Geschäfts mit Cloud-Infrastruktur und KI-Angeboten achten.
Aktionärstreffen: In Deutschland stehen die Hauptversammlungen des Immobilieninvestors Patrizia und des Rüstungszulieferers Renk an. In den USA werden unter anderem die Aktionärstreffen von American Airlines und des Einzelhändlers Target erwartet.
Prozent der Commerzbank-Aktien haben Anteilseigner dem italienischen Geldhaus Unicredit im Rahmen des seit Anfang Mai laufenden Übernahmeangebots inzwischen angedient. Damit festigt Unicredit seine Position im Ringen um die Zukunft der Commerzbank. Der Aktienanteil der Italiener würde damit auf 37,68 Prozent steigen.
Die besten wertgesicherten Fonds, sortiert nach Performance drei Jahre. Datum: 10.06.2026
Fondsname / ISIN
Deka Lux DekaStruk.4Wachs.
LU0185900775
Performance
Rücknahmepreis
Währung
31,72
53,25
EUR
Deka VrmLux Naspa-PS Wachst.
LU0104456800
Performance
Rücknahmepreis
Währung
30,66
50,02
EUR
Intl Fund 1822 Str.Wachstum
LU0151487302
Performance
Rücknahmepreis
Währung
29,88
61,03
EUR
Fondsname / ISIN
Deka Lux Köln Str.Wachstum
LU0101437217
Performance
Rücknahmepreis
Währung
29,80
48,57
EUR
Fondsname / ISIN
Deka Verm. DBA ausgewogen
DE000DK2CFR7
Performance
Rücknahmepreis
Währung
29,19
141,82
EUR
Die Auswahl der Fonds erfolgt durch den Infront Funds Service.
Divid-Ende
Piloten verdienen nirgendwo so gut wie bei der Kernmarke Lufthansa Airlines. Dennoch streiken sie nun schon zum dritten Mal in diesem Jahr. Ist das berechtigt? Der Gehaltscheck liefert die Antworten.
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