Getrieben wird die Teuerung primär durch gestiegene Energiepreise infolge des Irankriegs. Mit zuletzt 3,0 Prozent erreichte die Inflation den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Gleichzeitig rechnen Verbraucher und Unternehmen mit weiter steigenden Preisen, was das Risiko sogenannter Zweitrundeneffekte erhöht.
Während der Handlungsdruck auf die EZB wächst, überlässt sie einen Teil der Straffung den Finanzmärkten. Investoren preisen bereits mehrere Zinsschritte ein, was die Anleiherenditen steigen lässt und Kredite verteuert. Dadurch wird die Nachfrage gedämpft und die Notenbank wird vorerst entlastet, wie auch Marco Valli, Chefökonom der Unicredit, betont. Doch diese Methode ist riskant und könnte bald an ihre Grenzen stoßen.
Der Schritt markiert eine Zäsur für den Konzern, den Buffett über sechs Jahrzehnte geprägt hat. Zwar bleibt der 95-Jährige Vorsitzender des Verwaltungsrats, doch die operative Führung geht zunehmend auf Abel über. Für ihn besteht die Herausforderung darin, Kontinuität zu sichern und zugleich eigene Akzente zu setzen.
Die Hauptversammlung verliert dadurch etwas von ihrem bisherigen Starkult, der regelmäßig Zehntausende Aktionäre anzog. Gleichwohl bleibt Buffett präsent: Gleich zu Beginn der Veranstaltung wandte er sich an die Teilnehmer und trat auch medial weiterhin in Erscheinung.
Dabei fällt die Reaktion der Experten unterschiedlich aus. Während ein Unternehmen die Erwartungen verfehlt hat und abgerutscht ist, sehen Analysten bei anderen Titeln trotz durchwachsener Zahlen weiterhin Potenzial. In einzelnen Fällen ergeben sich aus ihrer Sicht sogar neue Einstiegsmöglichkeiten.
Unicredit-Chef Andrea Orcel (Foto: Getty, IMAGO/greatif [M])
Unicredit sieht erhebliche Risiken bei einer Übernahme
Die geplante Übernahme der Commerzbank durch die Unicredit nimmt trotz politischen und wirtschaftlichen Widerstands weiter Form an. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung heute sollen die Aktionäre des italienischen Instituts über eine Kapitalerhöhung entscheiden, die als Voraussetzung für ein mögliches Übernahmeangebot gilt. Die Zustimmung wird erwartet, ein konkreter Schritt könnte zeitnah folgen.
Unicredit-Chef Andrea Orcel wirbt seit Längerem für den Zusammenschluss und stellt strategische Vorteile in Aussicht. In einem „Informationsdokument“ zur Hauptversammlung verweist die Unicredit allerdings selbst auf Risiken, darunter mögliche Kunden- und Mitarbeiterverluste sowie Widerstand von Anteilseignern.
Die angekündigte Ausweitung der Verteidigungsausgaben hat dem deutschen Immobilienmarkt bislang keinen spürbaren Impuls gegeben. Nach dem Beschluss der NATO-Staaten, die Ausgaben auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen, hatten vor allem Investoren in Logistik- und Spezialimmobilien auf zusätzliche Nachfrage gehofft.
Konkrete Effekte bleiben jedoch bislang aus. Branchenvertreter berichten von schleppenden Vergaben und fehlenden Großprojekten im Bereich militärischer Infrastruktur und bezweifeln, dass die zusätzlichen Mittel kurzfristig in größerem Umfang in Bauvorhaben fließen.
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Was heute für Anleger wichtig ist
Märkte in Asien: Die Aussicht auf eine Entspannung der Lage in der Straße von Hormus hat den Aktienmärkten leichten Auftrieb gegeben. Während an der japanischen Börse feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, legte der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans um 0,6 Prozent zu. Auch die chinesischen Handelsplätze blieben geschlossen.
Friedensplan im Iran: Der Iran hat nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna am Freitag einen neuen Friedensvorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben. Da die deutschen Aktienmärkte geschlossen waren, können Anleger darauf erst heute reagieren. US-Präsident Donald Trump zeigte sich mit dem Vorschlag allerdings unzufrieden.
Zollstreit: Am Freitag hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, Einfuhrzölle auf Pkw und Lkw aus der Europäischen Union von bisher 15 Prozent auf 25 Prozent anzuheben. Ausgenommen bleiben Fahrzeuge, die in US-Werken produziert werden. Das könnte zum Wochenbeginn Aktien aus der Autobranche belasten.
Einkaufsmanager: Im Laufe des Vormittags werden Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in mehreren europäischen Ländern veröffentlicht. Sie gelten als Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung.
Investorenvertrauen: Um 10.30 Uhr berichtet das Beratungsunternehmen Sentix, wie sich das Investorenvertrauen in der Euro-Zone entwickelt hat. Der Sentix-Index hat oft Signalwirkung für andere Konjunkturdaten.
US-Industrie: Die zentrale Statistikbehörde in den USA berichtet um 16 Uhr deutscher Zeit, wie sich die Auftragseingänge in der amerikanischen Industrie entwickelt haben. Ein Anstieg würde auf wachsenden Optimismus hindeuten, während ein Rückgang Rezessionssorgen verstärken könnte.
Prozent Wachstum werden für die US-Wirtschaft in diesem Jahr erwartet, in der Euro-Zone dagegen nur 1,1 Prozent. Ex-Goldman-Chef Lloyd Blankfein sieht den Grund dafür in unterschiedlichen gesellschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Modellen.
Die besten Rentenfonds, sortiert nach Performance drei Jahre. Datum: 04.05.2026
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Künstliche Intelligenz soll Bewerbungen effizienter machen – doch stattdessen wachsen Misstrauen und Irritationen bei Kandidaten und Personalern. Wie KI Bewerbungsprozesse ad absurdum führt – und wie sich diese Probleme lösen ließen.
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