die italienische Großbank Unicredit macht beim anvisierten Kauf der Commerzbank Ernst. Das Mailänder Geldhaus hat ein freiwilliges Übernahmeangebot für seinen Konkurrenten aus Frankfurt vorgelegt.
Der Angebotspreis liegt aktuell zwar unter dem Kurs der Commerzbank-Aktie und dürfte für die meisten Anteilseigner von Deutschlands zweitgrößter Privatbank damit nicht attraktiv sein. Unicredit-Chef Andrea Orcel sieht die Offerte jedoch nur als Zwischenschritt und machte deutlich, dass er im Übernahmekampf nicht nachgeben will. „Wir sind an Bord und fest entschlossen, zu bleiben“, sagte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten.
Orcel rechnet nicht damit, mit seinem Übernahmeangebot die Kontrolle über die Commerzbank zu erlangen. Er will Unicredits Beteiligung damit aber von aktuell knapp unter 30 Prozent auf über 30 Prozent ausbauen.
Die amerikanische Investorin Cathie Wood nutzte die Technologieaktien-Rally zu gezielten Käufen. Dies belegt eine Handelsblatt-Auswertung, die dafür die täglichen Tradingberichte von Woods Unternehmen Ark Invest analysierte.
Demnach erwarb Wood im April mit ihrem wichtigsten Fonds ARK Innovation ETF (ARKK) Aktien im Wert von mehr als 267 Millionen US-Dollar. Im Februar hatte sie noch für über 400 Millionen Dollar neue Aktien gekauft, im März für mehr als 323 Millionen Dollar.
Insider sehen bei deutschen Aktien mehr Chancen als Risiken
Im Irankrieg zeichnet sich noch keine Lösung ab, doch die Aktienmärkte sind wieder auf Erholungskurs. Auch bei Vorständen und Aufsichtsräten in Deutschland beobachtet Olaf Stotz, Professor an der Privatuniversität Frankfurt School, „einen gewissen Grundoptimismus".
Diese positive Einstellung zeigt sich im Umgang der Führungskräfte mit Aktien ihrer eigenen Unternehmen. Im April verkauften sie nur sehr wenige Aktien. Die Topmanager sahen jedoch zumindest bei einigen Titeln Kaufgelegenheiten. Dies belegt die Auswertung der Insider-Deals, die Stotz monatlich für das Handelsblatt erstellt.
Besonders interessant sind ihre antizyklischen Käufe gegen den Trend. Der Grund: Niemand kennt ein Unternehmen besser als Vorstände und Aufsichtsräte. Entsprechend greifen Insider nach Kursrückgängen oft schneller zu als andere Investoren. Dies zeigte sich auch im April bei den größten Käufen.
Mietwohnungen in Berlin (Foto: picture alliance / Bernd von Jut)
Viele erwägen wegen neuem Mietrecht den Verkauf
Private Vermieter in Deutschland könnten angesichts der geplanten Mietrechtsverschärfungen drastische Konsequenzen ziehen: 60,5 Prozent der privaten Vermieter ziehen in Betracht, ihre Vermietungstätigkeit ganz oder teilweise einzustellen und Wohnungen zu veräußern. Dies ergibt die laufende Vermieterbefragung 2026 des Eigentümerverbands Haus & Grund, die dem Handelsblatt vorab vorliegt.
Entscheidend sei demnach weniger eine einzelne mietenpolitische Maßnahme, sondern die Summe gleichzeitiger Regulierungsvorhaben, die bei Vermietern zunehmende Unsicherheit auslöse und sich konkret auf das Wohnungsangebot auswirken könnte.
Die Befragung umfasst derzeit knapp 14.000 ausgewertete Fälle und soll laut Verband Rückschlüsse ermöglichen, wie die von der Bundesregierung am Mittwoch beschlossenen Mietrechtsverschärfungen „in die Praxis der Vermietung eingreifen".
US-Investoren entdecken deutsche Einfamilienhäuser
Deutsche Einfamilienhäuser rücken ins Visier großer US-Adressen. Bereits im vergangenen Jahr erwarb die US-Investmentbank Goldman Sachs gemeinsam mit einem kanadischen Pensionsfonds in Deutschland ein umfangreiches Portfolio von 491 Reihenhäusern. Nun kündigt auch ein weiterer großer US-Investor gegenüber dem Handelsblatt an, den Markt genau zu prüfen.
„Wir analysieren konkret den Markt für den Neubau von deutschen Reihenhäusern", erklärt Sebastiano Ferrante, Europachef Immobilien des milliardenschweren US-Investors PGIM. „Momentan sehen wir uns nach geeigneten Partnern und Regionen um, die dafür infrage kommen. Vor allem in den Speckgürteln der großen deutschen Metropolen sehen wir Potenzial."
Damit prüft ein bedeutender Akteur den Markt: PGIM Real Estate gehört zum amerikanischen Versicherer Prudential Financial – mit einem verwalteten Vermögen von 14 Milliarden Euro in Europa. Das Besondere an den Plänen: PGIM zielt nicht auf einen Verkauf der Neubau-Immobilien ab, sondern setzt auf Vermietung.
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Was heute für Anleger wichtig ist
Märkte in Asien: Die Börsen haben Rekordstände erreicht. Nach dem Ende einer Feiertagspause gewann der Leitindex der Shanghaier Börse 1,1 Prozent auf 4155 Stellen. Der CSI-300-Index stieg um 1,4 Prozent auf 4877 Punkte. In Tokio wurde wegen der „Golden Week“ erneut nicht gehandelt.
BMW: Der Autohersteller legt Quartalszahlen vor. Kürzlich hatte er mitgeteilt, dass die Kernmarke BMW in den ersten drei Monaten des Jahres 4,6 Prozent weniger Autos verkauft habe als im Vorjahreszeitraum. Grund sei die schwache Nachfrage in China und den USA.
Fresenius: Der Gesundheitskonzern legt ebenfalls Quartalszahlen vor. Zuletzt hatte er von Zuwächsen in der Medikamentensparte Kabi und bei der Klinikkette Helios profitiert. Von 19 Analysten empfehlen 18 die Aktien zum Kauf, einer rät zum Halten.
Novo Nordisk: Der dänische Pharmakonzern hat für das laufende Jahr bereits einen Umsatzrückgang gegenüber 2025 prognostiziert. Heute berichtet das Unternehmen über das erste Quartal.
Rüstungsaktien: Auch die Rüstungskonzerne Renk und Hensoldt liefern Quartalszahlen. Bei beiden Unternehmen rät eine Mehrheit der Analysten zum Kauf.
Erzeugerpreise: Von Eurostat wird die Veröffentlichung der Erzeugerpreise für die Euro-Zone erwartet. Es wird mit einem Anstieg des Index gerechnet.
Milliarden Euro – auf diese Summe belief sich das Neugeschäft der Kreditbanken im Konsumkreditbereich im vergangenen Jahr. Dies bedeutet eine Steigerung um zwei Prozent gegenüber 2024.
Die besten wertgesicherten Fonds, sortiert nach Performance drei Jahre. Datum: 06.05.2026
Fondsname / ISIN
Deka Lux DekaStruk.4Wachs.
LU0185900775
Performance
Rücknahmepreis
Währung
28,58
52,15
EUR
Deka VrmLux Naspa-PS Wachst.
LU0104456800
Performance
Rücknahmepreis
Währung
27,59
48,87
EUR
Deka Verm. DBA ausgewogen
DE000DK2CFR7
Performance
Rücknahmepreis
Währung
27,38
139,24
EUR
Fondsname / ISIN
Intl Fund 1822 Str.Wachstum
LU0151487302
Performance
Rücknahmepreis
Währung
26,70
59,80
EUR
Fondsname / ISIN
Deka Lux Köln Str.Wachstum
LU0101437217
Performance
Rücknahmepreis
Währung
26,67
47,57
EUR
Die Auswahl der Fonds erfolgt durch den Infront Funds Service.
Divid-Ende
Die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands wird immer ungewisser. Neue Daten, die dem Handelsblatt vorliegen, belegen: In vielen Fällen schwindet die wirtschaftliche Basis, die Investitionen reichen nicht mehr aus. Dies betrifft zunehmend mehr Regionen in Deutschland – in welchen die wirtschaftliche Substanz zerfällt.
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