der Iran signalisiert die Wiedereröffnung der Straße von Hormus, die Finanzmärkte zeigen sich erleichtert. Bis sich der Energiesektor erholt, dürften allerdings noch Monate vergehen.
Nachdem der Iran seine Bereitschaft erklärt hat, die Straße von Hormus wieder freizugeben, notiert ein Barrel der Ölsorte Brent nun wieder deutlich unterhalb der 100-US-Dollar-Marke. Diese Entspannung könnte jedoch verfrüht sein.
Denn Versorgungsengpässe schlagen sich typischerweise erst zeitverzögert am Markt nieder. Deshalb mahnte Fatih Birol, Direktor der Internationalen Energieagentur (IEA), am Dienstag vor einem „schwarzen April". Wie gravierend ist das Ausmaß der Krise tatsächlich?
Auf den ersten Blick verbindet Fußballstar Cristiano Ronaldo, Pop-Ikone Shakira und Starkoch Alfons Schuhbeck wenig. Doch eine Gemeinsamkeit haben sie: Alle drei haben Steuern hinterzogen.
Steuerhinterziehung ist ein Massenphänomen. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums (BMF) bearbeiteten deutsche Finanzämter im Jahr 2024 rund 50.000 Steuerstrafverfahren. Steuerfahnder kümmerten sich um weitere 34.200 Fälle. Dabei wurden Nachforderungen in Höhe von etwa 2,6 Milliarden Euro festgesetzt und Freiheitsstrafen von insgesamt 1345 Jahren verhängt.
Doch keineswegs alle Steuersünder agieren mit Vorsatz. Manchmal reichen scheinbar harmlose Versäumnisse, um sich strafbar zu machen. Zwei Expertinnen und ein Experte benennen typische Fallstricke, die jeder kennen sollte, um sie zu vermeiden.
Erst vor wenigen Tagen verabschiedete der Deutsche Bundestag die Reform der privaten Altersvorsorge. Herzstück ist ein Altersvorsorgedepot, das die Deutschen ermutigen soll, verstärkt in Aktien, Fonds und ETFs zu investieren.
Das neue Depot soll auch als Standardprodukt angeboten werden, das sich durch niedrigere Kosten und geringere Komplexität auszeichnet. Neben privatwirtschaftlichen Angeboten ist auch ein staatliches Produkt vorgesehen. Für manche der knapp 80 Lebensversicherer in Deutschland könnte dies zur Existenzbedrohung werden.
Wie weitreichend die Veränderungen auf den Markt wirken können, fasst Professor Hermann Weinmann vom Finance-Institut an der Hochschule Ludwigshafen so zusammen: „Die Reform hat das Potenzial, den Markt der privaten Altersvorsorge auf den Kopf zu stellen."
Der portugiesische Aktienmarkt hat sich in der jüngsten Krise als stabilisierender Portfoliobestandteil erwiesen. Während die weltweiten Börsen angesichts des Irankriegs hohe Einbußen hinnehmen mussten, legte Portugals Leitindex PSI seit Jahresbeginn rund 13 Prozent zu.
Diese sogenannte Outperformance habe fundamentale Ursachen, erklärt Marc Ospald, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung Habbel, Pohlig und Partner. Im PSI entfallen die Sektoren Energie und Versorger auf fast die Hälfte des Index – beide profitierten von der aktuellen geopolitischen Konstellation.
Portugals einziger Öl- und Gaskonzern Galp etwa sichert einen Großteil seines Rohölbedarfs durch Eigenförderung in Brasilien und ist dadurch weniger von nahöstlichen Lieferketten abhängig. Versorger profitieren zudem davon, dass das Land massiv auf unabhängige Energiequellen wie Erneuerbare setzt.
Berenberg Bank streitet mit ihrem Wirtschaftsprüfer
Die Hamburger Privatbank Berenberg lässt sich in diesem Jahr außergewöhnlich viel Zeit mit der Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses. Laut dem Informationsdienst „Platow Brief" liegt dies an einem Konflikt zwischen der Bank und ihrem Wirtschaftsprüfer. Bank und Prüfer würden „ungewöhnlich lange um Bewertungsfragen" ringen, heißt es im „Platow Brief".
Üblicherweise präsentierte Berenberg ihre Geschäftszahlen im Januar oder Februar. Der Gewinn für 2025 könne deutlich unter dem Vorjahreswert liegen, zitierte der „Platow Brief" aus Bankenkreisen.
Das Institut will sich zu dem Vorgang nicht äußern. Die Privatbank habe einen Fragenkatalog unbeantwortet gelassen, so der Dienst. Auch gegenüber dem Handelsblatt wollte sich ein Banksprecher nicht äußern.
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Was heute für Anleger wichtig ist
Märkte in Asien: Die brüchige Waffenruhe im Golf hat die Stimmung an den Börsen gedämpft. Der Nikkei-Index gibt 0,5 Prozent nach und steht auf 55.997 Punkten. Auch der Topix muss 0,7 Prozent auf 3746 Punkte einbüßen. Die Börse in Shanghai verliert ebenfalls 0,5 Prozent auf 3975 Punkte. Der CSI-300-Index gibt 0,3 Prozent auf 4578 Punkte ab.
OMV-Zahlen: Der Energiekonzern aus Wien legt Quartalszahlen vor. Die Aktie des Unternehmens erreichte vor wenigen Tagen ein Allzeithoch.
Hauptversammlungen: International laden Unternehmen ihre Aktionäre zur Jahreshauptversammlung, wo unter anderem Beschlüsse zur Dividende fallen: Die Banken Raiffeisen und Julius Bär, Nokia, der Papier- und Holzproduzent UPM Kymmene, der Chemiekonzern Dow und der Pharmakonzern Astra Zeneca.
Konsum: In den USA erscheinen wichtige Konjunkturdaten. Die Entwicklung der persönlichen Einkommen und Ausgaben lässt Rückschlüsse auf die Preisentwicklung zu. Hinzu kommen die Erstanträge auf Arbeitslosengeld.
Deutsche Industrie: Das Statistische Bundesamt meldet Im- und Exporte sowie Industrieproduktion für Februar. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Ökonomen rechnen nach einem Rückgang zu Jahresbeginn im Schnitt mit einem leichten Anstieg der Industrieproduktion um 0,3 Prozent im Vergleich zu Januar.
Notenbanken: Die britische Notenbank veröffentlicht ihren vierteljährlichen Bericht über die Finanzierungsbedingungen und die Lage der Banken. Außerdem erwarten die Märkte eine Rede von Olaf Sleijpen, Chef der niederländischen Zentralbank und Mitglied im Entscheidungsgremium der EZB.
Schweizer Banken unter Führung der UBS wollen den Einsatz eines digitalen Frankens erproben. Dazu haben sich die UBS, PostFinance, Raiffeisen, die Zürcher Kantonalbank (ZKB), die Banque Cantonale Vaudoise (BCV) sowie die Sygnum Bank zusammengeschlossen.
Die besten Immobilienfonds, sortiert nach Performance drei Jahre. Datum: 09.04.2026
Fondsname / ISIN
Catella PaRhei Dutch Resid
DE000A1J3M01
Performance
Rücknahmepreis
Währung
14,95
14,16
EUR
Catella Cat.Scandia Chance
DE000A1JGCQ6
Performance
Rücknahmepreis
Währung
10,95
13,58
EUR
Catella Cat Dutch Resid II
DE000A2JJ1A1
Performance
Rücknahmepreis
Währung
8,44
10,91
EUR
Fondsname / ISIN
Deka Immo b Europa
DE0009809566
Performance
Rücknahmepreis
Währung
7,58
47,65
EUR
Fondsname / ISIN
Catella Multiten. Stiftung
DE000A1J3MZ0
Performance
Rücknahmepreis
Währung
7,06
12,53
EUR
Die Auswahl der Fonds erfolgt durch den Infront Funds Service.
Divid-Ende
Ein neues Modell für Künstliche Intelligenz des OpenAI-Konkurrenten Anthropic soll schwer zu entdeckende Sicherheitslücken in Software von Technologiekonzernen wie Apple, Amazon und Microsoft aufspüren. Das Modell namens Mythos hat unter anderem eine 27 Jahre alte Schwachstelle im als besonders sicher geltenden Betriebssystem OpenBSD identifiziert, wie Anthropic mitteilte.
Jetzt wollen auch andere Unternehmen profitieren.
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